Frühere Berichte

 

Radlurlaub an Elbe, Saale, Main   Ostseeradweg     Radweg Fulda, Weser, Nordsee, Ems, Ruhr   

                                                                                                                                                                                                      Rhein-Radweg, vom Bodensee nach Rotterdam     Per Rad nach Polen und Mecklenburg/Vorpommern


Lahn, Mosel, Rhein und Main mit dem Radl             Auf Römerstraßen durch Bayern







       









Urlaub im Ruhrgebiet

Dienstag, 24. April 2012

Warum eigentlich nicht? Wo doch der Städtetourismus boomt und die besonders besuchten Städte München, Hamburg und Berlin eigentlich nicht die grössten sind. Vielmehr sind die Städte des Ruhrgebietes Duisburg, Mülheim, Oberhausen, Essen, Gelsenkirchen, Dortmund, Bochum und viele andere entweder direkt oder fast zusammengewachsen. Schlechte Luft und Schmutz gibt es nicht mehr. Schöne Parks, gepflegte Geh- und Radwege entlang der Wasserwege und auf besonderen Trassen laden ein. Vielfältig ist das kulturelle Angebot. Besonders beeindruckt waren wir von der Krupp-Villa Hügel in Essen, siehe Bild. Leider war die Woche Urlaub im Ruhrgebiet zu kurz. Viel zu sehen gibt es, was Wirtschaft als allgemeinen Begriff angeht. So sind es einmal die Brauhäuser mit einem preiswerten Speisenangebot und einem etwas höherpreisigen, dafür selbst gebrauten und sehr guten Biersortiment. Es sind dann die Industriedenkmäler wie stillgelegte Zechen und Gasometer. Beachtlich sind aber besonders die vielen sauberen Fabriken, Fertigungsstätten und der Güterverkehr auf Straße, Schiene und besonders zu Wasser. Unser Eindruck am Rad-/Gehweg entlang des Rhein-Herne-Kanals war, dass hier in einer halben Stunde mehr Schiffe zu sehen sind als auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal den ganzen Tag. Auch ohne Kohle ist die Bedeutung des Ruhrgebietes für Deutschland beachtlich. Bestimmt gibt es auch Schattenseiten.  So fallen die Flaschensammler, Abfallwühler und Bettler hin und wieder doch auf. Die gibt es in anderen Städten auch. In öffentlichen Verkehrsmitteln und besonders auf Bahnhöfen gewöhnt man sich schnell an die im östlichen Mittelmeer übliche Sprache. Es stört nicht und die lange Fahrt dorthin ist erspart, um das zu hören. Bevor jedoch zusätzliche Arbeitskräfte nach Deutschland geholt werden, müssen die Reserven dort genutzt werden. Das wenig langfristige und vorausschauende Denken des Arbeitgeberverbandes sollte sich ändern, andere mit volkswirtschaftlichen Belangen betrauten und besonders einflussreiche Organisationen haben nach meiner Meinung aufgrund jahrelanger Beobachtung ihren Auftrag nicht erfüllt und auch zur Wirtschaftskrise beigetragen. Vier Wochen vor der Wahl in NRW war vom Wahlkampf kaum etwas zu merken. Wollen die wirklich an die Regierung oder liegt es an den Piraten, die als einzige Partei sagen, keine Meinung und kein Programm zu haben und gerade deshalb gewählt werden? Wie auch immer, Deutschland geht es gut, den Deutschen auch?, aber das Ruhrgebiet hat Zukunft ist gut,  auch für einen längeren Besuch. Für uns war der Urlaub im Ruhrgebiet eine erlebnisreiche und schöne Zeit.


Was ist mit den Sternen

Freitag, 4. November 2011

Nicht auszuschließende Nachteile inkauf nehmend  haben wir bisher auf die Sterne-Zertifizierung mit vermutlich 3 bis 4 Sternen aus Kostengründen verzichtet. Diese Klassifizierung muss dann in wenigen Jahren wiederholt und überprüft werden. Ein ähnliches Verfahren konnte man von Politikern im Bundestag und besonders im europäischen Parlament erwarten. Privilegierte Beamte und Abgeordnete sind ihrer Aufgabe nicht gerecht worden, haben lange nichts gegen erkennbare Unordnung getan und sind nun entsetzt über den Scherbenhaufen. Wucherzins und Schuldenmachen sind Ursache für die jetzige Krise. Für EUR 100,00 zahlt der Schuldner bei einem Zinssatz von 15 % mit Zinseszins nach 5 Jahren EUR 201,00 zurück. Der Einsatz hat sich verdoppelt bei historisch niedrigem Leitzins von 1,25 %. Ein Schuldenerlass von 50 % ist da leicht zu verkraften. Spielgeld und Spekulation, jetzt auch auf dem Lebensmittelsektor, gehen zu Lasten der Realwirtschaft. Die braven Arbeiter, Angestellten, Handwerksmeister, Bauern und sonstigen Beschäftigten im produktiven Gewerbe werden um den Lohn der Arbeit betrogen. Seit Jahren wird ihnen der Wert des Produktionsfortschrittes vorenthalten. Rückläufige Reallöhne und in der Folge entwertete Renten führten zur Zurückhaltung besonders beim Urlaub. Trotz aller Anstrengungen kommen die klassischen Urlaubsorte nicht aus dem Tief der Übernachtungszahlen heraus. Inzell hatte früher fast doppelt so hohe Übernachtungszahlen, wäre damit auch jetzt nicht überfordert und die daheim gebliebenen Gäste könnten bestimmt wieder Urlaub vertragen. Besonders tragisch ist, dass die Entwicklung ohne jede Notlage wie Krieg oder Naturkatastrophen zugelassen wurde. Hier darf sich und wird sich etwas ändern.


Ein neues Wahrzeichen für Inzell

Sonntag, 26. Juni 2011

Als nicht übersehbarer markanter Punkt im Inzeller Talkessel ist das weiße Eisstadiondach ein neues Wahrzeichen. Das beeindruckende Bauwerk hat die Tauglichkeit bei den ersten Veranstaltungen Eisschnelllauf-WM und Eisspeedway-WM nachgewiesen und ist nun auch mit den restlichen Außenarbeiten so gut wie fertig. Wir erwarten mit dieser Überdachung des Eisstadions und der damit verbundenen neuen Möglichkeiten einen neuen Anziehungspunkt und eine damit verbundenen Belebung des Tourismus. Ganz ernst genommen hat wohl hier niemand die Ankündigung von 50 bis 80 Veranstaltungen jährlich, weil wir zwischenzeitlich solche traumhaften Prognosen wegen arg positiver Einstellung gewöhnt sind. Klar ist aber, dass die Halle für alle möglichen Großveranstaltungen geeignet ist. In guter Erinnerung haben wir das vor Jahrzehnten durchgeführte Familienfest einer Volkspartei. Ein Dach war damals wegen des guten Wetters nicht nötig. SAT1 hatte den ersten Tauglichkeitstest Anfang des Jahres mit einer schönen Sendung bereits durchgeführt. Dabei wurden umfangreiche Installationen nötig, auch Schwächen aufgedeckt und diese zwischenzeitlich natürlich beseitigt. Weitere Großveranstaltungen sind geplant und in Vorbereitung. Nach außen hin wirkt der Aktionismus der Verantwortlichen momentan etwas verhalten. Ein Wunder ist das nach dem Stemmen der gewaltigen Aufgabe nicht. Schließlich muss für die Restfinanzierung auch gesorgt sein. Skeptische Stimmen sind nach Fertigstellung des Bauwerkes kaum noch zu hören. So vertrauen wir darauf, dass sich der gewaltige Aufwand lohnt und Inzell vor einer guten Zukunft steht.


Gigantische Dimensionen

Donnerstag, 8. Juli 2010

Seit gestern wird die Konstruktion des Eisstadiondaches montiert. Dieser plangemäße Termin war offenbar bekannt. Viele Besucher aus der Umgebung wollten sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen. Mit Hochdruck wurde im Inneren des Bauzaunes gearbeitet. Mehrere Gitterkräne mit unglaublicher Tragkraft brachten die vorgefertigten Teile in Position und so überspannte heute morgen der erste Leimbinder bogen die Eislaufbahn. Es wird Präzisionsarbeit aus dem Chiemgau werden. Hat doch der Rosenheimer Leimbauer auf die früher schon öfters praktizierte Zusammenarbeit mit der Inzeller Firma Spannring gesetzt. So wird es gehen und funktionieren. Bedächtig wirken die Bewegungen der Kräne bei den heiklen Arbeiten an den Riesenbauteilen, gilt es  vor allem darum, Unfälle zu vermeiden. Hoffen wir, dass alles gut gelingt. Gewaltige Dimensionen sinds auf alle Fälle und solche Arbeiten sind nicht oft zu beobachten.


Voll im Zeitplan

Montag, 3. Mai 2010

ist der Baufortschritt beim Bau des Eisstadiondaches. Der beeindruckende Schwerlastkran hebt unentwegt Betonfertigteile von den Lkws und bringt sie maßgenau ein. So entstehen Tribünen und andere Bauteile. Die stark armierten Säulen für die Aufnahme der Dachkonstruktion sind soweit montiert. Aus der richtigen Perspektive gesehen entsteht bei diesen Säulenreihen der Eindruck, als würde hier die Inzeller Akropolis entstehen. Es scheint alles planmäßig zu gelingen. Der aus Inzell stammende Architekt Leupold hat natürlich einen besonderen Bezug zu diesem Bauvorhaben. Sicher zurecht spricht er von der schönsten Baustelle Deutschlands, wahrscheinlich sogar Europas. Großer Sachverstand und viel Verantwortung werden der Bauleitung abverlangt. Schon eine geringe Kostenüberschreitung würde Inzell in die gleiche Lage wie zur Zeit Griechenland bringen. Der Eigenanteil und Selbstbehalt der Gemeinde Inzell ist bzw. war nur mit äußerstem Sparen in den vergangenen Jahren und dem Verkauf geschichtsträchtiger und sozialpolitisch bedeutsamer Immobilien wie Krankenhaus und Doktorhaus zu finanzieren. Bei der Bausumme von 36 Mio. Euro ist die Gaststätte noch nicht dabei. Diesen gigantischen Betrag in eine relativ kleine Gemeinde wie Inzell zu investieren, ist trotz der vielen Beweise, dass die Inzeller „es können“ und Großveranstaltungen perfekt durchgeführt werden, nicht ohne Restrisiko. Der hohe Aufwand kann auch nicht mit dem Hinweis relativiert werden, dass das Land Bayern vermutlich mindestens 3,75 Milliarden Euro innerhalb von gut zwei Jahren für das Landesbankdebakel mit der Kärtner HypoAlpeAdria ganz einfach verloren hat. Damit hätte man 100 Eisstadion-Dächer bauen können. Gemeint hat Bundeskanzlerin Merkel den ausgeglichenen bayerischen Haushalt damals, als sie sich zu der Aussage hinreissen liess: Bayern ist dort, wo Deutschland hin muss. Mit der Griechenlandhilfe und sonstigen Bankenkatastrophen läuft nun alles planmässig. Und da könnte es wirklich besser sein, wir leisten uns den Tempel am bayerischen Alpenrand und versuchen im Anschluss dann, wirtschaftlichen Nutzen zur Freude vieler Gäste daraus zu ziehen. In einem Jahr könnten wie früher die ersten Weltrekorde wieder in Inzell sein.


am Frillensee

Sonntag, 22. November 2009

Die Älteren unter uns können sich noch gut an die Zeit vor dem Kunsteis erinnern. Kann der auf 910 m Höhe gelegene Frillensee in diesem Jahr wie früher zum Eisschnelllaufen wieder genutzt werden, wenn das Ludwig-Schwabl-Eisstadion wegen Umbau und Hallendacherrichtung in dieser Saison ausfällt? Auch wenn das so mancher Nostalgiker gerne gesehen hätte, man hat davon Abstand genommen. Schon deshalb, weil die Gerätschaften für die Eisbereitung ganz andere geworden sind. Am Eis sollte es nicht gescheitert sein. Bei anhaltend warmen Temperaturen von 10 bis 18 Grad im Tal hat sich wie üblich Mitte November eine Eisschicht über einen großen Teil des Sees gezogen. Auf dem Bild gut erkennbar ist die früher nie in dieser Dimension bekannte Waldschneise, welche von einer Lawine geschlagen wurde.


Abbruch des Eisstadions

Samstag, 29. August 2009

Eine weitere Phase des Bauvorhabens „Sanierung und Überdachung des Eisschnelllauf-Stadions“ hat mit den Abrissarbeiten begonnen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Recht widerstandsfähig scheinen die Betonelemente zu sein. Doch wurde der Gemeinde seitens der Abbruchfirma die Einhaltung des gesetzten Termins zugesagt. Hohe Vertragsstrafen würden sonst drohen. Die Gemeindeverwaltung drückt jetzt ordentlich aufs Tempo und befasst sich bereits mit Überlegungen, wie die Halle sonst noch genutzt und vermarktet werden kann. Das Projekt ist offensichtlich auf einem guten Weg.


Sanierung des Eisstadions

Freitag, 22. Mai 2009

Mit der Freigabe der Leistungsphasen 3 bis 8 wird der Gemeinderat voraussichtlich am Montag endgültig bestätigen, dass das Eisstadion grundlegend erneuert und überdacht wird. Vorsichtig geworden durch Erfahrungen der letzten Jahre sollten wir erst an eine Inbetriebnahme glauben, wenn das Bauwerk steht und die letzte Rechnung bezahlt ist. Ein langer und harter Kampf um die Finanzierung liegt hinter uns. Immerhin muss die Gemeinde selbst 3,6 Millionen EURO einbringen. Für die finanzschwache Kommune ist das ein sehr hoher Betrag. Eine Alternative oder Wahlmöglichkeit gab es für die Inzeller indes nicht. Bleibt zu hoffen, dass das Bauwerk gelingt und ähnlich Erfolg hat wie das Biathlonstadion in Ruhpolding. In Juli 2009 wird mit den Abrissarbeiten begonnen. Wegen der grundlegenden Erneuerung der Eisbahn ist für mindestens ein Jahr kein Eislauf möglich. Unbestimmt ist vorläufig noch, ob ein Probebetrieb ab Oktober 2010 geplant werden kann. Vor der Weltmeisterschaft Anfang 2011 sollen bei einem Weltcup Bahn und Halle getestet werden. Und vielleicht holt sich die Inzeller Eisschnelllaufbahn schon bald wieder die Weltrekordzeiten zurück dank Höhenlage und Halle.


Schnee ohne Ende

Montag, 2. März 2009   

Katastrophenmeldungen wie Schneefall und kein Ende, höchste Lawinengefahr, Lawinenabgänge und -tote an sonst ungefährdeten Stellen, der Nachbarort Schneizlreuth nicht mehr erreichbar,  zeichnen ein düsteres Bild vom Alpenrand. Im Grunde genommen müssen auch die Einheimischen den Umgang mit der besonderen Gefahrensituation lernen. Für die Urlaubsgäste war die Heimreise am Wochenende von den nahen österreichischen Skigebieten mit großen Umwegen über das Salzachtal verbunden. Bei Unken, Schneizlreuth, Bad Reichenhall oder Inzell ging nichts mehr. Wegen Lawinenabgängen oder - gefahr waren diese Straßen gesperrt. Ungewöhnlich sind solche Lawinen in Inzell, wo von der Kohleralm eine rund 50 m breite Lawine bis ins Tal allen Baumgestand mit sich riß. Auch am großen Kienberg ist bei der Moa-Alm durch eine noch viel breitere Lawine aller Baumbestand abgeholzt worden. Diese Wucht und Macht der Naturgewalten lässt erschaudern. Wie kam es zu dieser besonderen Situation? Nach dem zuvor recht schneearmen Winter und einer Altschneedecke von ca. 20 cm kam es zu starken Pulverschneezuwächsen. Darauf regnete es dann geringere Mengen. Die dadurch entstandene obere Schicht wurde für die gut 100 cm hohe leichte Mittelschicht zu schwer und so kam es zu Selbstauslösungen. Die Schneehöhe von ca. 130 cm ist eher normal. Das Gewicht liegt bislang noch erheblich unter dem vor 3 Jahren beim Einsturz der Reichenhaller Eishalle. So bekamen wir wieder einmal gezeigt, wer Herr im Lande ist.


Neues Eisstadion unter tiefliegenden Wolken

Montag, 15. Dezember 2008

Letzte Woche wurden den Inzellern die Pläne für die neue Halle vorgestellt. Eine Glasfassade lässt dem Besucher den Blick in die Landschaft offen. Darüber wird das Dach frei gespannt mit einer weißen Membrane aus thermoplastischem Kunststoff, der Licht und Wärme teilweise absorbiert. Dadurch soll Energie und Beleuchtung gespart werden können. Eine bestmögliche Energiebilanz spielt bei den Planungen eine große Rolle. Die besondere Lage an den Wächtern zum Eingang des Berchtesgadener Landes, Falkenstein und Kleiner Kienberg, soll so genutzt werden, dass ein einmalig gutes Bauwerk in diesem Kessel entstehen kann. Die Zufahrt soll nach Norden verlegt und der Streifen am Zwingsee renaturiert werden. Dorthin soll dann die neue Gastronomie kommen mit Terrassen, damit der idyllische Platz am See genutzt werden kann. Abgerissen werden soll die jetzige Gaststätte. Alle anderen Gebäude sollen bleiben. 4000 feste und 3000 flexible Tribünenplätze sollte die Halle bekommen, darunter etwas mehr Steh- als Sitzplätze. 30 Mio. EUR wird die Halle trotz Nutzung aller Einsparmöglichkeiten an der Fassade kosten. Für die Verwirklichung des Bauvorhabens ist noch die Zusage der Landesmittel nötig. Dann heißt es „Pack mas“, damit die Halle bis zur Weltmeisterschaft fertig werden kann.


Sonntag, 14. September 2008

Vor ein paar Tagen hat der Blitz in ein Anwesen an der Adlgaßer Straße eingeschlagen. Der Schaden war  verhältnismäßig gering. Weil ich solche Quittungen fürchtete, vermied ich es, das gute Wetter zu loben. Wir hatten diesen Sommer kaum Gewitter in Inzell und sehr viel Sonnenschein. Gewitter zogen meist südlich oder nördlich vorbei, aber auch Regenwolken wichen uns aus, nur heute nicht. Das Ergebnis von Langzeitbeobachtungen vorweg: Inzell ist mit der südöstlichen Alpenrandlage bei der in diesem Sommer überwiegenden Südwestströmung im Windschatten der Berge sehr begünstigt. Während das Bodenseegebiet mit Allgäu häufig nur knapp an Unwetterkatastrophen vorbei schrammte, konnten wir uns häufig über schönes Wetter freuen. Dieses Phänomen will ein Meteorologe in einem Buch beschreiben. Großen Anteil an überwiegend schönem Wetter hat auch häufig Föhn besonders im Herbst. Diese warmen und goldenen Tage vertragen nicht alle ungetrübt. Die Nordrandlage bringt also überwiegend schönes Wetter, wie vor wenigen Jahren das Ergebnis „meister Sonnenschein in Deutschland“ der 10 km entfernten Wetterstation beweist. Nachteil hat diese Lage aber bei nasser Nordströmung und bei überaus schneereichen Italientiefs. Hier bleiben die Wolken an den Bergen hängen und laden ab. Bei der kommenden Klimaerwärmung werden wir hier bald italienisches Wetter haben mit der Abmilderung natürlich, dass extrem hohe Temperaturen wegen der Höhenlage von 700 m ü.M. selten vorkommen.


Samstag, 13. September 2008

Vom Bürgermeister Martin Hobmaier wurde das Traunsteiner Wochenblatt von umfangreichen Plänen unterrichtet. So hat ein irischer Investor ein größeres Grundstück für ein Hoteldorf erworben. In Zusammenarbeit mit der Marketing-Agentur Weigelt und dem international tätigen Architekturbüro Krause-Bohne aus Aachen soll ein Rahmenplan mit 5 Teilbereichen erarbeitet werden. Dadurch soll Inzell für die kommenden Jahre fitgemacht werden. Die Zeit für neue Unternehmer scheint günstig, ist doch mit dem Abriss der Brandruine des Hotels zur Post und der Schließung des Inzeller Krankenhauses praktisch fast die neue Ortsmitte Inzell für eine völlige Umgestaltung bereit. Zudem stehen mehrere Immobilien dort zum Verkauf. Es kann also Vieles bei uns in den nächsten Jahren ganz anders werden, wenn die geplanten Maßnahmen auch in Angriff genommen werden


Samstag, 13. September 2008

Die Familie Nützel wird das Hotel Gasthof zur Post nicht aufbauen. Offenbar ist der Vergleich mit der Versicherung so lukrativ gewesen, dass sich die bisherigen Betreiber des Hotels zurückziehen und die Brandstelle abwickeln. Das ist schade und damit habe ich nicht gerechnet. Im ersten Moment ist man zu Urteilen versucht, das wäre beim Vater und Erwerber anders gelaufen. In der Tat hat er sehr viel Zeit, Geld und Ideologie in die Post gesteckt. Dieses Engagement wurde allseits anerkannt. Seinen Nachfolgern ist es aber gelungen, die Post zum bestbewerteten Wellneßhotel bei Stiftung Warentest auszubauen. Das ist eine respektable Leistung und deshalb wird auch ihre Entscheidung zum Rückzug und Verkauf eine vernünftige Begründung haben. Hierfür muss man Verständnis aufbringen, so bedauerlich der Weggang auch ist.


20.7.2008

Gautrachtenfest anlässlich 100 Jahre Trachtenverein Inzell

Besondere Betonungen und markige Sprüche versuche ich immer zu vermeiden. Was bei diesem Gautrachtenfest aber geboten wurde, wird in Inzell viele Jahre nicht mehr zu sehen sein. Die passenden Worte für die Eindrücke an diesem Tag sind gar nicht leicht zu finden. Deshalb zuerst zu den Fakten. 9.000 Trachtler zwischen Landshut/Berchtesgaden und Bad Tölz/Braunau mars002chierten in 2 getrennten Zügen mit vielen Blaskapellen zum Gottesdienst vom Sammelpunkt Festzelt zum Bichlfeld. Nach dem Gottesdienst waren wieder 2 getrennte und jeweils 4,5 km lange Züge nötig, die zum Eisstadion und zur Traunsteiner Straße marschierten,  um sich dann zu begegnen und den Weg übers Dorf wieder zum Bierzelt am Schwimmbad zu nehmen. Beeindruckend die schönen Trachten, besonders aber auch die Marschdisziplin, die sichtbare Freude an der Teilnahme, auch der Stolz und das Selbstbewusstsein, sichtbare Lebensfreude. Das Wetter spielte trotz schlechterer Vorhersagen mit. So kam der große Regen erst am Nachmittag, als das mit 180 m gigantisch lange Bierzelt wieder bezogen war. Es dauerte lange. Soviel Musik und Freude im Dorf kann es bestimmt lange Zeit nicht wieder geben. Ei großes Lob für die vielen freiwilligen Helfer und den Planungsstäben bei den Ortsvereinen und des Veranstalter darf nicht fehlen. Das war generalstabsmäßig!

 

11.7.2008
In der Konzeption des jetzigen Tourstikchefs wurden früheren, aber in der letzten Zeit gestrichenen Angeboten mehrere neue hinzugefügt. Bereits bei der Ankündigung gefielen diese Ideen und es scheint so, also würde dieses zusätzliche Angebot ankommen. Sehr gut sogar, weil die Teilnehmerzahl begrenzt ist und kostenlos ist es im Rahmen der Kurtaxe auch. So war die gestrige Wanderung durchs Moor bei den Filzngeistern sehr spannend für Jung und Alt. Inzell hat 5 Moorflächen, haben wir einmal gelernt. Davon erstreckt sich das größte auf der Westseite praktisch über die ganze Tallänge, was auf den ersten Blick für den Durchreisenden gar nicht zu erkennen ist. Vor gut 20 Jahren habe ich mit meinem Vater noch Torf gestochen, sicher mehr aus Gefälligkeit gegenüber meinem alten Herrn. Aber es hat eine lange Geschichte und ich finde es gut, wenn es wieder aufgegriffen wird. Die unanständig hohen Energiepreise halten viele Gäste vom Urlaub fahren ab. Ein geringfügiger weiterer Rückgang der Übernachtungszahlen ist wahrscheinlich und kann nicht aufgehalten werden. Am neuen Touristikchef und seiner Arbeitsweise wird es sicher nicht liegen.

 

6.7.2008

50 Jahre Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall. Dieses Jubiläum wurde angemessen gewürdigt. Alle zugehörigen Truppenteile waren in Ehrenformation angetreten, um am Reichenhaller Platz vor dem Rathaus das Ereignis gebührend zu feiern. Hochrangige Redner und Gäste aus Politik und Militär gaben sich die Ehre. Unter den guten Reden fiel besonders die unseres Ministerpräsidenten Becksteins auf, dessen beide Söhne bei der GebJgBrig 23 den Wehrdienst ableisteten. Den Söhnen von  FJS hätte das auch gutgetan,  Bayern wäre vermutlich einiges erspart geblieben. Die Erziehung im fortgeschrittenen Jugendalter sollte jeder haben, gut immer in Bad Reichenhall. Es war ein Familienfest mit meinem Haufen, mit dem ich mich nach wie vor identifiziere, obwohl ich nach der langen Zeit niemand mehr kenne. Vor 37 Jahren bin ich bei einer Parade selbst mitmarschiert. Deshalb war der Vorbeimarsch an der Alen Saline von besonderem Interesse und es war beeindruckend,  ergreifend. Wir hatten es in den 70er Jahren leichter.  Jetzt aber verdient der laufende Auslandseinsatz besonderen Respekt. Mit der üblichen sauberen Arbeit sind die Reichenhaller Gebirgsjäger überzeugende Aufbauhelfer, Friedensstifter und unglaublich gute Botschafter Deutschlands.

8.5.2008

Rentner als Staatsfeinde? Es könnte sein, dass ein Kampf zwischen Jung und Alt politisch gewollt gesteuert wird. Dabei hat es einen solchen Kampf nie gegeben, sondern immer nur den Unterschied zwischen Reich und Arm. Tatsache ist, dass die Rentner die Verschlechterung ihrer Situation bis zuletzt ohne jeden Aufstand hingenommen haben. So wird die Verteuerung des rentnertypischen Warenkorbs und die Erhöhung der Besteuerungsgrundlage für Renten auf 50 % bei den meisten Alten in den letzten 4 Jahren eine Verschlechterung von 20 % bedeuten. Die Betroffenen reagieren mit Einsparungen, wie die Umsatzbilanz des Monats März 2008 beweist. Immer mehr Rentner kommen aber an dernicht mehr zumutbaren Untergrenze an. Diese geänderten Lebensbedingungen wurden recht demütig hingenommen. Die letzten Kampagnen und das Abwatschen des Altbundespräsidenten bringen die Leute aber arg in Rage. Vollkommen zurecht, wenn solche Äußerungen aus einer Ecke kommen, wo lebenslanges Erwerbsleben durch Hände Arbeit vermutlich unbekannt ist. Rentner haben sich mit einer maßvollen Reduzierung wohl abgefunden, nicht aber mit diesen Preisexplosionen bei Lebensmitteln und Energie. Wozu brauchen wir noch Brüssel, Landwirtschafts- und Verbraucher- oder Wirtschaftsministerium, wenn in Zeiten der globalen Vernetzung solchen Fehlentwicklungen nicht rechtzeitig entgegengewirkt wird? Die Folgen sind verheerend, auch für die Urlaubsregion hier am Alpenrand. Wenn Rentner ihr Urlaubsgeld für das tägliche Leben und die Heizkostenabrechnung verwenden müssen, könnte es schön ruhig werden.  Junge Familien aus der sogenannten früheren Mittelschicht haben das gleiche Problem. Eine Veränderung kann dieses Mal nur durch die Reichen erfolgen. Schließlich werden diese überhöhten Preise auch irgendwo kassiert und wohl auch ausschließlich in der Schweiz versteuert. Ein böses Erwachen könnte es bei der nächsten Wahl geben. Das ist erkannt,  als Gegenmittel der Entzug des Wahlrechts für die Rentner schon im Gespräch.

 

2.4.2008

Turbulente Zeiten liegen hinter uns. Zudem versagte mein fast 10 Jahre alter Apple-Computer seinen Dienst. Früher hätte ich mich über ein Neugerät besser gefreut. Neues Gerät, neues System und aktualisierte Programme erforderten Zeit und Geld. Etwas erstaunt bin ich darüber, dass sich in dieser Zeit gar nicht viel veränderte.  In Grundzügen gab es alles schon damals und das Office-Programm hat nur wenig Neues, hat sogar eine sehr ähnliche Menuegliederung, was das Arbeiten erleichtert. Zu bezahlen ist es aber bei jeder Aktualisierung. Mit der Ersatzbeschaffung ist auch das lange Abtauchen zu erklären. Dramatisches gab es aber nicht. Der Winter verhielt sich brav, zeigte aber über Ostern und auch heute, dass es ihn noch gibt. Während die anderen Mitglieder des Wintersportdreiecks, die Ruhpoldinger und Reit im Winkler den bisherigen Bürgermeistern die rote Karte zeigten,  waren die Inzeller mit Ihrem Bürgermeister doch zufrieden. Schließlich hat er  große Vorhaben bereits so gut wie zugesagt bekommen. Etwas stark verunsichert erscheint zur Zeit die CSU in Bayern. Dabei meine ich, dass die von mir recht geschätzten Herren Huber und Beckstein nur die Suppe auslöffeln müssen. Entscheidend ist für mich nicht der Zeitpunkt, wann die Verluste bei der Landesbank bekannt werden,  sondern,  dass die Räte die Fehlentwicklung nicht erkannt und verhindert haben. Der Vorwurf geht an arrogant und selbstbewusst erscheinende Vorgänger, die ihrem Anspruch offensichtlich nicht gerecht wurden.

 

 12.2.2008

Nach dem ungewöhnlich schneereichen Winter 2006 bekommen wir offenbar einen Ausgleich. Rechtzeitig gefallener Schnee in ausreichender Menge hielt sich sonnseitig bis zuletzt. Der Triathlon konnte am Wochenende auf der Suzlbachloipe noch gut durchgeführt werden. Seit Anfang Dezember haben wir bei wenigen anderen Tagen immer Bilderbuchwetter, strahlenden Sonnenschein tagsüber und nachts bis minus 10 Grad. Die Vorbereitungen für den Weltcup im Eisschnellauf sind getroffen und das gute Wetter anhalten.

11.12.2007

München bewirbt sich zusammen mit Garmisch und Königssee um die olympischen Winterspiele 2018. Das ist jetzt klar. Viel Geld wird schon in die Bewerbung gesteckt. Ob München diesen Segen verkraften kann? Ausbau des Weltraumzentrums Pfaffenhofen, das Dornier-Flugzeug wird auch wieder in München gebaut, der Transrapid soll kommen und in vielen anderen Bereichen befindet sich die Landeshauptstadt im Höhenflug. Das ist alles gut und nett. Nur sollte der ländliche Raum nicht ganz abfallen. Nun ist die Zeit gekommen, wo Bürgermeister Hobmaier seine Belohnung von der CSU erhalten soll mit der verbindlichen Zusicherung über den Bau der Eishalle in Inzell und zwar vor der Kommunalwahl Anfang des Jahres 2008. Viel Gutes ist in Inzell in den vergangenen Jahren nicht passiert, mehrere Projekte sind in der Planungsphase stecken geblieben. Nach Anfangsbefund des zwischenzeitlich entlassenen Touristikchefs aus Salzburg hat Inzell einige Jahre verschlafen. Inzell war aus finanziellen Gründen sicherlich auch nicht genügend beweglich, aber viel mehr Unternehmungsgeist und Vollendungswille hätte uns gut getan. Die Bevölkerung möchte die Entscheidung. So schwer kann das doch nicht sein. Und wenn es nicht geht, ists auch gut. Dann kommen halt noch mehr nach München, wird die Stadt auf Kosten des Landes noch größer. Will die Politik auch den ländlichen Raum stärken? Nicht gehaltene Wahlversprechen haben jedenfalls die Leute satt.

25.11.2007

Die Fußball Europameisterschaft 2008 findet vom 7.6. - 29.6.2008 in Österreich und der Schweiz statt. Unter http://www.fussballportal.de/em-2008/ gibt es genauere Infos. Für den nahen Austragungsort Salzburg, aber auch für Innsbruck bietet sich Inzell als günstige Bleibe in einer Ferienwohnung zum Beispiel an.

29.10.2007

Transrapid als schnelle Verbindung zwischen den Wintersporthochburgen Inzell - Ruhpolding - Reit im Winkl, warum eigentlich nicht? 30 km Strecke sind es auch und warum sollte das ganze Geld in die schon sowieso überteuerte Metropole München gesteckt werden, wenn die Bahn fast keiner haben will? Lathen in Niedersachsen hat die Bahn auch voran gebracht. So könnte die Abwanderungstendenz der Jugend in unserer Gegend gestoppt werden. Hochtechnologie in Verbindung mit Natur und Sport, Förderung des ländlichen Raumes und des Fremdenverkehrs, Belebung des Feriendreiecks Inzell-Ruhpolding-Reit im Winkl, vieles könnte da unter einen Hut gebracht werden. Ein festes Dach übers Eisstadion, und das schon bald, wird bei den übrigen Summen keine Rolle mehr spielen. Übrigens denke ich, daß ein dauerhaftes Eisschnellaufstadion in München bei den vielen Menschen kein Fehler sein kann. Beste Erinnerungen haben wir an den Münchner Erhard Keller und vielleicht bekommen wir wieder einen solchen. Für die Spitzenleistungen kann er dann zur dafür bestens geeignete Bahn nach Inzell kommen, der Höhe wegen.

10.10.2007

Das könnte ankommen: Schneepark für Kleinkinder im Kurpark ist die neueste Meldung. In Zusammenarbeit mit der Skischule soll das Projekt "Das sportliche Familiendorf in den bayerischen Alpen" weiter verbessert werden. In dem an den Badepark angrenzenden Teil werden Hügel für einen Skikindergarten entstehen. Ein seilfreie Förderanlage, Zauberteppich genannt, ist Bestandteile dieses Kinderskikarusells, ebenso ein Figurenpark und Hütten. In Verbindung mit der Eisfläche des Badeparksees entsteht so nahe der Dorfmitte eine attraktive kindermüdmachendes Zentrum auch für den Winter. Ich glaube, das könnte sehr gut werden. Spatenstich und Beginn der Arbeiten war heute. Die Anlage wird betriebsbereit sein.

 

21.9.2007

Einem eMail zufolge ist in Norwegen unklar, ob das Eisstadion wie gewohnt ab 1.10. in Betrieb geht, weil das Stadiondach gebaut wird. Wie gut könnte es sein, wenn es so wäre. Es ist längst überfällig und bei der heutigen Bahnreise von München nach Traunstein dachte ich mir, wie gut es wäre, wenn die Staatsregierung die Grenzregionen nicht verhungern lassen und nicht alles Geld in die schon hochpreisige Metropole München stecken würde. Übrigens, der recht stark frequentierte Bahnhof Traunstein sollte auch einmal einen zeitgemäßen Bahnsteig bekommen. Für das Ziel "Ausgeglichener Haushalt in Bayern" wurde besonders gespart. Manchmal kommen verschleppte Reparaturen aber teuer zu stehen und ausbleibende Strukturhilfen können sich stark nachteilig für ganze Regionen auswirken.

24.8.2007

Viel Mut erzeugt die Nachricht nicht, daß der Touristikchef nach knapp einem Jahr einvernehmlich seine Arbeit beendet. Zwischenmenschliche Probleme gaben nach amtlichem Pressebericht den Ausschlag. Menschlich enttäuscht hörte ich von den Gemeindeoberen schon bei der noch nicht vergessenen Schließung des Gemeindekrankenhauses. Aber geht es nicht vordergründig um die Sache? Dazu gehört das Vermögen, die Sache richtig zu beurteilen. Das kann manchmal schwierig sein. Dafür hat in der Regel die Gemeindeverwaltung die richtigen Leute, wenn die Gemeindeoberen es nicht selbst können. Deren muß man sich dann bedienen. Mit den richtigen Leuten sollte das funktionieren. Leider häufen sich die Mißerfolge und leider ist der Gemeinderat zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Nicht vorhandenes Geld wird für Abfindungen ausgegeben, das erspart wenigstens, sich Gedanken über Investitionen zu machen. Nein, so geht das nicht weiter. Auch wenn der kommende Ministerpräsident Beckstein Inzell und Ruhpolding angesprochen hat, ich fürchte, bei der Olympiabewerbung werden wir rausfallen.

24.5.2007

Vier Tage nach dem Brand des Hotels Gasthof zur Post ist fast wieder Normalität eingetreten. Dabei ging der Brand am Samstag an die Wurzeln der Tradition. Viele Inzeller hatten Tränen in den Augen. Ein kleiner Schwelbrand im Dachgeschoß entwickelte sich trotz aller Bemühungen zum Inferno. 16 Feuerwehren mit 360 Feuerwehrlern mußten letztendlich den Dachstuhl kontrolliert abbrennen lassen. Ein ausführlicher Bericht ist unter http://www.traunsteiner-tagblatt.de/includes/mehr.php?id=10342 zu lesen. Der vordere und alte Teil der "Post" ist im Obergeschoß vernichtet, die darunterliegenden noch stehenden Etagen vermutlich durch Brand und Löschwasser auch Totalschaden. Anerkennung an dieser Stelle ist dem leider viel zu früh verstorbenen Herrn Nützel zu zollen, der mit voller Überzeugung und Tatkraft mit seinem Architekten Herrn Schneider ein Juwel in Inzells Mitte geschaffen hat. Dieses tatkräftige Unternehmertum wurde von den Erben in respektabler Weise fortgesetzt. Spitzenbewertungen bei Warentest bekommt niemand geschenkt und zeugen von der fachmännischen Konzeption dieses Hauses. Die Dorfmitte Inzells ist zur Zeit geprägt von dieser Unordnung, diesem schlimmen Bild der Brandruine. Niemand hätte es anders erwartet: Die Familie Nützel wird im Laufe eines Jahres dafür sorgen, daß die Post wieder wie gewohnt dasteht, innen bestimmt noch komfortabler und natürlich mit allen die Brandsicherheitsvorschriften übertreffenden Einrichtungen. Der wirtschaftliche Verlust für die Betreiber und die Gemeinde Inzell ist enorm.

6.5.2007

Heute wurde um 9 Uhr nach den Nachrichten im 1. Programm des Bayerischen Rundfunks die Sendung "Grüße live aus Inzell" übertragen. Hochkarätig waren die Beiträge der Musikkapelle Inzell, des Volksliederchors, Kinderchors und Harfenduos der Musikschule Inzell, der Rabenbauern Musi, d Gromberger und Geschwister Spannring. Perfekt die Sendung abrunden konnten mit ihren Wortbeiträgen die Bürgermeister Hobmaier und Egger, Gert Zimmermann, Markus Eicher und Peter Reiter unter der Moderation von Markus Tremmel. Wir hatten im Festsaal einen sehr guten Eindruck von dieser Live-Sendung, doch auch der aus beruflichen Gründen heimatvertriebene Schulkamerad bestätigte soeben, daß im Radio viel von der besonderen Qualität rüber gekommen ist. Auf die Musikfestwochen im August 2007 freuen wir uns.

29.4.2007

Vor vielen Jahren war es bereits ein schöner Erfolg. Anläßlich des 250. Geburtstag der Inzeller Musikkapelle findet im August 2007wieder ein Musikfest statt. Näheres ist unter http://www.musikkapelle-inzell.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2&Itemid=2 nachzulesen. Sparen wir uns gewaltige Worte, aber das wird wieder etwas ganz besonderes.

20.4.2007

Ein Osterei und Schritt in die richtige Richtung: Vom 15.4. - 29.4.2007 halbiert die Gemeinde die Kurtaxe.

12.4.2007

Inzells Altbürgermeister und Ehrenbürger Ludwig Schwabl ist am Karsamstag nach langer Krankheit verstorben. Sein jahrzehntelanges Wirken als Kommunalpolitiker war für Inzell und die Region ein Segen. Mit seinem Weitblick, seiner Fähigkeit zu koordinieren, durchzusetzen und zu finanzieren hat er Inzell zu einem gefragten Sport- und Urlaubsort gemacht. Jahrelang scheiterte er nur knapp an der Schwelle 1 Million Übernachtungen. Diese konstant hohen Zahlen waren respektabel. Nach seiner schweren Verwundung im Krieg kam er 1945 als Angestellter in die Gemeindeverwaltung. Als Geschäftsstellenleiter konnte er sein Talent voll entfalten und übernahm von 1966 bis 1990 auch das Amt des Bürgermeisters. Zwei Perioden war er Landtagsabgeordneter. Bereits 1952 wurde er in den Kreistag gewählt. Viele Jahre war er stellvertretender Landrat. Wie beliebt und geachtet er im ganzen Landkreis war, zeigt ein Wahlergebnis in dieser zu ca. 70-80 % von der CSU dominierten Gegend, wo er bei der Wahl des Landrats als SPD-Mann mit 49,6 % nur knapp unterlag. Eisstadion, Badepark, Touristen-Hochburg Außerfeld, Krankenhaus, BLSV-Feriendorf, Postferiendorf, Kritische Akademie, vorausschauende Ortsentwicklung und vieles anderes mehr, dafür steht sein Wirken zum Wohle aller Gemeindebürger. Aber auch Bobbahn in Schneewinkl und Biathlon hinter dem Kleinen Kienberg hatte er im Visier. Hier profitierten aber Ruhpolding und Berchtesgaden. Mit unglaublicher Energie und Unternehmungsgeist hat er die Entwicklung vorangetrieben. Seiner Liebe zur Musik ist die Gründung der Musikschule und das herausragende Niveau von Kulturveranstaltungen zu verdanken. Den Grundgedanken der SPD blieb er treu, sein Wirken besonders in den Dienst der Bevölkerung zu stellen. Er war auch Gründungsmitglied desVdK-Ortsverbandes. Das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und viele andere Auszeichnungen würdigten sein Schaffen. Dabei ist er privat äußerst bescheiden geblieben und lebte weiterhin in seiner Gemeindewohnung im Doktorhaus. Manchmal hätten wir uns gewünscht, er würde sich noch einmischen. Doch er hat sich an seinen Spruch bei seiner letzten Bürgerversammlung gehalten: "Und im übrigen werde ich es halten wie die Pfarrerköchin, alles wissen und nichts sagen". Schade um diesen Mann. Meine Mutter erzählte immer, daß sie vom Schwabl Luck bei ihrer Hochzeit, im übrigen auf den Tag vor 59 Jahren, "gestohlen" wurde. Er konnte unglaublich lustig sein.

25.2.2007

Jede Serien hat ein Ende. Nach 25 Jahren verschmähte heute ein Ehepaar mit 2 Hunden erstmals die gebuchte Wohnung. Grund war das Rauchen der letzten Gäste. Nun wird das Rauchen in den Wohnungen von uns nicht gerne gesehen. Dafür gibt es Empfehlungen, aber es ist auch nicht grundsätzlich verboten. Die Empfindungen gehen weit auseinander. Natürlich war für die Gäste und Freunde der Gestank unerträglich. In einer ersten Begehung fanden nichtrauchende Unparteiische keine Beeinträchtigung des Wohlbefindens. Meine empfindliche Nase dagegen sagt, hier waren Raucher, aber schon nach kurzer Zeit könnte es nach Kochen und Essen riechen. Oder nach Hunden, diesen Geruch nehmen Hundebesitzer aber nicht wahr. Den geltenden Regelungen entsprechend haben wir die verbindliche Buchung abgerechnet, werden uns natürlich sofort um eine Ersatzbelegung bemühen, haben die Wohung als frei in Netz gestellt und eine Ersatzbelegung zu einem späteren Zeitpunkt angeboten, mit Verrechnung der Zahlung natürlich. Wir wollten diese Gäste auch als Stammgäste gewinnen. Vielleicht bekommen wir das noch hin. Manchmal gibt es halt Situationen, wo es einfach so ist und keiner dafür kann. Die Serie ist nach 25 Jahren aber dahin.

 

1.2.2007

Der Touristikchef stellte gestern das neue Konzept vor. Es fand im vollbesetzten Kursaal viel Beifall. Besonders herausgestellt werden soll der sportliche Familienurlaub in den bayrischen Alpen. Sehr gut angekommen ist die Analyse des österreichischen Beraters. Treffend beurteilte er die sonst nicht oft anzutreffende Lage und wunderschöne Landschaft des von Bergen umrahmten Inzeller Talbodens. Die hohe Anzahl von Ferienwohnungen sah er eher zum Problem für die Kleinvermieter wegen des Preisniveaus, ein Vorteil für die Gäste. Seine Anregungen und Kritiken verfolgten alle aufmerksam. Den Empfehlung folgend werden viele Vermieter ihre Gäste mit mittels Wärmflasche vorgewärmten Betten begrüßen. Mit der zum Naturbad umgebauten Badeanstalt - wie die Berliner sagen - ist ein wesentliches Standbein des Konzeptes geschaffen. Selbst die große Kreisstadt Traunstein wollte nun ihr Bad nach unserem Vorbild haben. Die zweite Säule für das Inzeller Konzept ist die Belebung des Inzeller Eisstadions, was mit der nötigen Überdachung ermöglicht werden soll. Sich ganz der Sache verschreibend hat der von der SPD aufgestellte Bürgermeister Hobmaier (nicht Parteimitglied) jetzt seinen Wechsel und die nächste Kandidatur als CSU-Bürgermeister angekündigt, weil dann die Förderungen und Zuschüsse leichter fließen. Nun könnte diese Argumentation auch umgedreht werden, daß Inzell bislang wegen eines SPD-Bürgermeisters die nötige Unterstützung versagt wurde. Dem ist sicher nicht so. Zum einen ist die Sparpolitik Stoibers, in allen Ehren, bekannt, andererseits wurde der SPD in Bayern schon immer eine Anzahl von Posten zugebilligt und unser SPD-Altbürgermeister Schwabl hat für sein erfolgreichstes Inzeller Gründungskonzept vom Strauss einen Haufen Geld bekommen. Zudem wird besonders in letzter Zeit von den CSU-Oberen die Berechenbarkeit des SPD-Gegners geschätzt werden, während die Attacken aus den eigenen Reihen schon fast unheimlich sind. Über den Wechsel von Hobmaier hat diese Woche selbst REPORT berichtet. So schlecht wie die Garmischer ist er dabei nicht weggekommen, vielleicht war es sogar eine Werbung für Inzell. Jedenfalls wäre es überzeugend, wenn die Planungen und Mittelbewilligungen für das Eisstadiondach vor der nächsten Bürgermeisterwahl abgeschlossen sind. Die Bedeutung und die Vorzüge der Tourismusgemeinden in den bayrischen Alpen hat nun auch der Planungsausschuß des Landkreises Traunstein erkannt. Unser Eisstadion wird in späteren schneearmen Wintern eine Stütze für Wintersport und -tourismus sein. Und so wird es am Ende der 2. Periode des Bürgermeisters der alte oder oder neue Touristikchef nicht wagen, wieder zu sagen, daß Inzell die vergangene Zeit verschlafen hat.

24.1.2007

Um an die Einleitung des letzten Beitrages anzuknüpfen: Kaum hat der Inzeller SPD-Bürgermeister Hobmaier seinen Wechsel zur CSU bekanntgegeben, sofort haben wir den ersehnten Schneefall und Dauerfrost, wie es eben die Gäste in dieser Jahreszeit haben wollen. Er begründet diesen Schritt damit, daß er dann an die nötigen Zuschüsse und Förderungen kommt. In der Tat hat der derzeitige Winterverlauf gezeigt, wie wichtig der deutsche Alpenrand mit zeitgemäßen Leistungszentren für den Wintersport ist. Beste Beispiele sind ständig wachsende Begeisterung am Biathlon in Ruhpolding und die Eisschnellauf-Europa-/Weltmeisterschaften der Vergangenheit in Inzell. Die Überdachung des Eisstadions ist nötig, damit wir solche publikumsträchtigen Veranstaltungen wieder bekommen. Mit dem Parteiwechsel glaubt Hobmaier die rasche Realisierung der Halle zu erreichen. Ob ihm die Genossen diesen Schritt aber verzeihen?

11.1.2007

Kaum hat Österreich eine sozialistisch geführte Regierung, schon fehlt der so wichtige Schnee als wirtschaftliche Grundlage. Tagestemperaturen tagsüber von 10 ° plus und kaum Frost nachts sind Gift für die Schneekanonen. Es könnte auf die supergute und schneereiche letzte Saison verwiesen werden, diese Bedingungen jetzt sind schon recht hart für unsere Nachbarn. Da haben wir Bayern es besser. Unser Ministerpräsident hat nun zugesagt, bis 2013 zu bleiben. Bei anhaltend gutem und passenden Wetter natürlich. Zur Zeit findet der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding statt. 15.000 bis 20.000 Zuschauer verfolgen täglich die Rennen. Wegen der besonderen Lage in ca. 700 m Höhe ist es gelungen, für ausreichend Schnee zu sorgen. Ganz unproblematisch ist der Kunstschnee nicht. Es hat sich eine Läuferin den Oberschenkel gebrochen, wie es soeben im Radio bekanntgegeben wird. In gewohnt perfekter Manier haben die Ruhpoldinger diese Veranstaltung wieder organisiert. Dieser Weltcup wird immer mehr zum Publikumsmagnet. Deshalb ist Inzell zur Zeit auch noch recht gut belegt.

3.1.2007

Luftlinie ca. 5 km von Inzell wurden in der Wetterstation Höll bei Siegsdorf im Jahr 2006 der meiste Sonnenschein in der Bundesrepublik Deutschland gemessen. Dazu kommt im Jahr 2006 so ziemlich am meisten Schnee. Wenn nun kurzfristig in Ruhpolding der zweite Weltcup hinverlegt wurde, spricht das nur für unsere Gegend. Überall herrscht Schneemangel. Wegen unserer Lage am Alpenrand gibt es bei uns doch immer wieder die Möglichkeiten. Die Weihnachtsgäste haben diesen zusätzlichen und ungeplanten Weltcup bei uns freudig angenommen. Eine Halle über das Inzeller Eisstadion fehlt jetzt noch, vielleicht auch deshalb, weil künftig vermutlich weniger Schnee und mehr Eis eine größere Rolle spielt.

19.12.2006

Langsam füllt sich das Dorf mit den Weihnachtsgästen. Trotz der wenigen Zentimeter Schnee hat uns der Winter im Griff. Frostig ist es bei steifem Nordostwind. Wenn die Skigebiete in Österreich nach wie vor über den Schneemangel klagen, Inzell ist wegen seiner vielfältigen Möglichkeiten und anderem Publikum besser dran. Eis ist der Trumpf. So ist das Wasser auf dem Naturbadesee gefroren und wurde schon von Eishockeyspielern genutzt. Diese Rieseneisfläche mitten im Dorf darf auf eigene Gefahr betreten werden. Damit haben wir in Inzell wirklich genügend Möglichkeiten zum Eissport. Der Frillensee verdankt seinem Ruf einer ähnlichen Tallage wie der Funtensee im Berchtesgadener Land beim Kärlinger Haus. Auf dieser Höhe werden dann diese wahnsinnig niedrigen Temperaturen gemessen, die auf der Wetterkarte im Deutschen Fernsehen immer zu sehen sind. Diese Werte sind beachtlich, doch keine Angst. Es wird niemand erfrieren, weil die Vorräte an Brennmaterial rechtzeitig angeschafft wurden. In einem früheren Beitrag habe ich von der Bedeutung des guten Inzeller Krankenhauses berichtet. Das ist nun Geschichte. Das Krankenhaus wird in diesen Tagen geschlossen. Schade um diese Pleite, die bei größerer Sorgfalt und mehr Gespür zumindest zur jetzigen Zeit hätte vermieden werden können. Kleine Krankenhäuser haben auch weiterhin gute Chancen, nur müssen sie sich halt spezialisieren, so die Bestätigung von wichtiger Stelle. Spezialisiert hatte man sich rechtzeitig. Nun ist es aus. Es gab in Inzell schon bessere Beispiele und Abhandlungen.

19.11.2006

Auch in den nächsten Tagen ist der Schnee noch nicht in Sicht. Nach den Erfahrungen des vergangenen harten und schneereichen Winters werden noch immer Dächer isoliert und Dachschindeln erneuert. Ein richtiger Schub für die Bedachungshersteller war dieses Jahr verbunden mit längeren Lieferzeiten und Preissprüngen. Es hat sich gezeigt, daß teilweise die früheren Methoden zur Isolierung und Dachdichtigkeit bei den veränderten Wetterbedingungen durch Erwärmung nicht mehr ausreichen. So fragt sich fast jeder, ob der Winter dieses Mal auch wieder so mächtig kommt. Wäre nicht der viel zu nasse und kalte August gewesen, es wäre der schönste und wärmste Sommer gewesen. Bayern ist wie immer Spitze und hatte trotz der Fußballweltmeisterschaft wieder mehr Besucher. Daß die Übernachtungszahlen dagegen etwas zurück gegangen sind, erfährt man dann später. Es ist eben eine Sache der Präsentation, wie bei den Fleischskandalen in unserem Land, die uns vermutlich weiterhin zu Ohren kommen, bis wir uns daran gewöhnt haben. Warum kann es bei Überproduktion solches Fleisch geben? Es kann nur Geld und seltsame Verbindungen sein. Es ist eine Schweinerei, daß der Staat die Versorgung der Bevölkerung mit schlechten Lebensmitteln zuläßt. In Inzell ist nun nach einem recht starken Herbst weitgehend Ruhe eingekehrt. Eine sehr gute Zeit hatten im Oktober auch die vielen holländischen Eisschnelläufer. Bei Föhn wird das Inzeller Eisstadion besonders geschätzt, auf lange Sicht werden wir jedoch eine Halle benötigen. Dieses Eisstadion ist für Inzell von besonderer Wichtigkeit. Hierauf müssen wir weiterhin bauen und investieren.

18.9.2006

Bayern in gesegneter Zeit. Nur ein Tag ohne besondere Vorkommnisse war zwischen Oktoberfest und Papstbesuch. War das eine Freude mit dem Oberhirten der katholischen Kirche. Zigtausende begeisterte Landsleute kamen und feierten mit ihm. In vielen Orten ist er daheim. Traunstein trat immer recht bescheiden auf, hat lediglich mit der neuen Seminarglocke beim Festgottesdienst in Regensburg laut getönt. Dafür ließ Papst Benedikt beim Flug nach Altötting einen Zusatzhaken über Traunstein fliegen und bei der Rückkehr nach Rom die Maschine tief runtergehen. Bei sehr vielen Leuten hat er unvergeßliche Eindrücke hinterlassen. Schade nur, daß sein Vortrag in Regensburg so aus dem Zusammenhang gerissen von der islamischen Welt so verurteilt wurde. Wer seine bisherige Arbeit kennt, weiß, daß das Zitat nicht seine Meinung ist. Er lehnt die Gewalt ab und darauf wollte er hinweisen. Schließlich haben sich Moslem und Christen in den vergangenen Jahrhunderten wahrlich nichts geschenkt, wobei für die jeweiligen persönlichen Machtansprüche gerne der Glauben herhalten mußte.

8.9.2006

Papst Benedikt kommt nach Bayern. Dabei war er früher immer und in letzter Zeit sehr häufig in Bayern. So zur Jahreswende 2004/2005 in Traunstein, wo er sich offensichtlich in seinen frühen Jahren besonders wohl gefühlt hat. Zwei gut gekleidete Herren kamen uns in der Bahnhofstraße entgegen, wobei unser Hund Ronja vom rechten Herrn besonders freundlich begrüßt wurde, und nach wenigen Metern meine Frau feststellte, daß es die Ratzinger-Brüder waren. Ich hatte es selbst nicht bemerkt, aber auch damals viel darum gegeben, sie begrüßen zu dürfen. Ohne erkennbaren Personenschutz waren sie unterwegs. Nun wird es bei diesem Besuch ab morgen anders. Unsere Fahrtroute führte uns heute über Altötting nach Regensburg und zurück über Marktl. Überall war eine gespannte Ruhe zu bemerken. Weit außerhalb der Orte waren Wiesen als Parkplätze trassiert, reihenweise auf freier Flur WC-Häusl aufgestellt. Die Fernsehleute hatten nach der Verlegung dicker Kabel mit dem Aufbau der Sendeeinrichtungen zu tun. Regensburg hat nach jahrelanger Arbeit die Westfassade des Doms wieder gerüstfrei. Eine faszinierende Restaurationsarbeit ist nun zu bewundern. Regensburg gilt als Wiege der Bayern. Wer Regensburg besitzt, besitzt auch Bayern. So hieß es früher. Wer die Geschichte vom Untergang des Römischen Reiches kennt, etwas vom Hl. Servatius weiß und von der Entstehung des bayerischen Stammes vermuten kann, wie es gegangen sein könnte, wird einen Besuch eines Papstes Benedikt besonders beachten. Rom und Regensburg sind wohl auch jetzt eine Schicksalsgemeinschaft, schon deshalb, weil die Bayern damals die Nordrömer integriert hatten. Zu welchen Anteilen?

 27.8.2006

Inzell wurde im Reisejournal vom Juli der WAZ bis auf einen Punkt im wesentlichen zutreffend, freundlich und positiv beurteilt. Mit dem kulinarisch weißen Fleck werden und können die Wirte in Inzell aber nicht einverstanden sein. Schuhbeck läßt bei uns nicht kochen. Deshalb muß das Gebotene aber auch nicht schlechter sein. Herr Engelhardt von der WAZ war bestimmt zu kurz in Inzell, hat nur das Falsche angetroffen und vermutlich das Thema nicht mit seinen Vermietern besprochen. Namen wollen wir nicht nennen, weil wir bestimmt einige gute Adressen nicht kennen. Aber spantan fallen uns mehr als 10 Gasthöfe mit hervorragender Gastronomie ein, darunter eine Nr. 1 bei den Wellneßhotels von Stiftung Warentest. Also da lag Herr Engelhardt völlig daneben. Viele Gäste suchen aber die preisgünstigen großen Fleischportionen und die gibt es in Inzell auch. Gut so. Das Naturbad wurde als Bürgerprojekt viel billiger und ist trotzdem sehr gelungen. Ansonsten wäre es gut. wenn Herr Engelhardt sich später wieder kundig macht. Mit dem neuen Touristikchef wird Inzell noch besser, wenn es aus dem Schlaf erwacht und das hat er richtig gesehen. Der Beitrag eines Inzellfans im Gemeindeanzeiger hat uns stark beeindruckt: Obachad Frängisch. Lieber Mardin, lieber Gernod. Dange für des scheene Gschichtle über Inzell und mich. Ich hob mich soo gfreid, daß ich no hunterd mal kumm. Dann kennd ihr mich ausschtopfn und in Badesee neistelln. So habd ihr eiern frängischen Freind Volger auf ewich

.

4.8.2006

Ausgiebig Regen heute nach dieser wochenlangen Trockenheit im Juli kommt der Vegetation zugute. Gleich kommt aber das Gefühl auf, es könnte nun reichen. Zu schön waren die Sommertage im ganzen Juli bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad mit Abkühlung nachts und ohne wesentliche Gewitterstörung. Ein Jahrhundertsommer, den auch die angesagte Regenperiode jetzt nicht mehr abwerten kann. Inzell ist zur Zeit recht gut belegt. Der neue Chef des Touristikbüros hat mit Inzell noch einiges vor, was genau, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls ist er der Meinung, daß Inzell die Zeit etwas verschlafen hat. Daß er eine Aufbruchstimmung erzeugen kann, was natürlich nur mit dem Sachverstand der Gemeinderäte und des Bürgermeisters möglich ist, wollen wir ihm wünschen. Unserer Unterstützung darf er sich sicher sein. Inzell ist im Moment sicher stark unterbewertet, hat vergleichsweise sehr viel mehr Qualität, als wahrgenommen.

16.7.2006

Der Ansturm auf das seit einer Woche geöffnete Naturbad hält unvermindert an. Die Parkplätze reichten nicht aus, viele angrenzende Parkmöglichkeiten wurden genutzt. Vermutlich gab es früher nie so viele Badeparkbesucher. Das Bad ist schön geworden. Der beständig gute Sommer erlaubt der Naturreinigung keine Pause. Bestimmt bedeuten diese höchsten Besucherzahlen gleich einen Härtetest für die jungen Pflanzen. 7.000 qm Wasserfläche stehen zum Baden zur Verfügung, zur Filterung noch weitere 3.000 qm. 17.000 qm Rasenfläche wurden neu eingesät. Flachwasserzonen sorgen für angenehme Temperaturen. Die Eintrittspreise sind mit EUR 2,00 human, ab 18 Uhr ist der Zutritt kostenfrei. Natürlich befindet sich die Anlage jetzt im Probelauf und es wird sich die eine oder andere Änderung noch ergeben. Nächtliches Feiern am See mitten im Dorf ist reizvoll, wird aber nicht immer stattfinden können. Die Umbaukosten wurden mit 1,3 Mio EURos veranschlagt. Wegen der unwahrscheinlichen vielen Freiwilligen-Stunden dieses Bürgerprojektes werden die Kosten unter EUR 500.000 bleiben. Es hat sich gezeigt, daß ein bestimmt nicht immer durchführbarer neuer Weg der Bürgerinitiative zu einem sehr guten Ergebnis geführt hat. Gratulation! An diesen Erfolg hatte ich in der Planungsphase nicht geglaubt.

29.6.2006 Peter und Paul

Ein Blick über den Zaun eine Woche vor der Öffnung des neuen Naturbades überzeugt: Diese Erneuerung ist gelungen. Gleich nach Eröffnung werde ich ein Bild liefern. Es ist sehr schön geworden. Wie befürchtet sind zu Beginn der Hauptsaison noch viel zu wenig Gäste im Ort. Ob sich das nach dem Argentinien-Spiel ändert? Auch hier fahren mit der Deutschlandfahne beflaggte Autos rum, wo doch die Bayernfahne einen besonderen Stellenwert bei uns hat. Das Aufflackern des sonst kaum vorhandenen Nationalitätsgefühl tut irgendwie auch einmal gut. Die erste Strophe der Hymne wird deshalb nicht gesungen und vielleicht sind die netten kleinen Autoflaggen schon morgen billig zu haben. Toll ist jedenfalls, wie ein in Kalifornien lebender Trainer das Heimatgefühl derart erzeugen kann. Im Schatten der Fußball-WM haben die Regierenden diese Woche das größte Steuererhöhungspaket der Geschichte beschlossen. Dies hat die Öffentlichkeit wohl mehr am Rande wahrgenommen. Dagegen erregt der Abschuß des Braunbären Bruno am Spitzingsee nach wie vor die Gemüter, jetzt auch international. Die Koordinationsfähigkeit der verantwortlichen Stellen ist erschreckend. Zwar ist gelungen, den Abschuß unverzüglich (oder noch vorher?) durchzuführen, viel Geld für die finnischen Jäger auszugeben, aber nicht die erforderlichen Mittel für das Einfangen zu erkennen. Schade, kein gutes Beispiel aus Bayern.

26.5.2006

50. Geburtstag hat der Karl heute. Wir wünschen ihm viel Freude für den neuen Lebensabschnitt und Gesundheit. Im Gegensatz zum heutigen Ereignis sehe ich in der nächsten Zeit keinen Grund zum Feiern. Großveranstaltungen wie Fußballmeisterschaften oder Olympiaden stören ungemein den Jahresablauf, weil vorher die Gäste ausbleiben. Diese Sicht hat bisher nur der Wirt vom Zeitlos bestätigt, welcher leider zur Zeit geschlossen hält. So harren wir den Dingen, warten bis der Spuk vorbei ist und Leute, die dann nicht mehr gebraucht werden, wegen übertriebener Einkommensbestrebungen ins Kittchen wandern. Nach dem Grundsatz halt: Es gibt nichts umsonst auf der Welt. Ist vielleicht ein harter Beitrag dieses Mal, aber höchstens den Verwerfungen angepaßt.

9.2.2006

Ski und Rodel sehr gut. Die Gäste sind begeistert ob dieser Schneemengen. Die Einheimischen haben den Blick auf die Dächer gerichtet. Der bayerische Innenminister hat dazu aufgerufen und das ist gut so. Mit seinen Fachbeamten hat er im Gegensatz zu vielen Hausbesitzern die nötige Kenntnis. Laufende Radioinformationen und Fernsehsendungen sensibilisieren die Bevölkerung überdies im nötigen Maß. So standen viele Inzeller in dieser Woche auf den Dächern, um den Schnee abzuschaufeln. Viele haben diese Arbeit schon das zweite Mal verrichtet. Nach dem Bericht des österreichischen Fernsehens haben wir mit dem Altschnee bei einer Höhe von 1,00 m ein Gewicht von 400 kg, welches auch meiner Schätzung entspricht. Wie bei den Fernsehbildern aus Zwiesel haben auch wir in der Bauhof-, Kreuzbaumstraße und vielen anderen Nebenstraßen senkrecht gefräste Einbahnstraßen mit 1,50 m Höhe. Dahinter türmen sich die Schneemassen zum Großteil weit über 3 m Höhe auf. Wir wissen nicht mehr, wohin mit dem Schnee. Von Chaos wollen wir nicht reden, das Ganze geht recht gelassen und ruhig über die Bühne. Der Dachüberstand eines Hauses in der Schmelz hat dem Gewicht nicht standgehalten und ist abgebrochen. Jetzt warten wir auf warmes Wetter. Der angekündigte Schneefall oder gar Regen verschlimmert die Situation. Nur was in die Dachrinne läuft, vermindert auch die Dachlast. Ich hätte nie gedacht, daß Standsicherheit bei Häusern ein Thema sein wird. An einen solchen harten Winter kann ich mich nicht erinnern.

30.1.2006

Alle 8 bis 10 Jahre friert der Königssee zu. Dieses besondere Ereignis nutzten wir heute wie viele tausend andere Besucher auch zu einem Spaziergang nach St. Bartholomä und dann weiter über den Obersee bis zur Fischunkelalm. Bei strahlend blauem Himmel war es im Schatten recht frisch, in der Sonne aber gut auszuhalten. War es die aus der Hand fressende Gans am Südufer des Königssees, die Fütterung der zahlreichen Hirsche unmittelbar vor dem Wirtshaus und den vielen Besuchern, die Blaskapelle auf dem Eis vor dem Königssee-Echo, es stimmte heute einfach alles und es gab nur freundliche Gesichter. Bestes Hilfsmittel für den Weg waren Skater-Langlaufski. Viele waren auch mit Bergrädern unterwegs, der Rest zu Fuß oder mit Schlitten. Sogar Schlittenhunde kamen zum Einsatz.
Das 1. Inzeller Schlittenhunde-Rennen vom Samstag war ein großer Erfolg . Das Rennen soll nächstes Jahr wieder stattfinden. Start und Ziel war im Eisstadion. Viele tausend Zuschauer dort und an der Strecke über die Langlaufloipe bis nach Adlgaß hatten ihre Freude mit dem Spektakel. Ob wir unsere Ronja auch als Schlittenhund trainieren sollten? Ende dieser Woche haben wir mit der Eisspeedway-Veranstaltung einen weiteren Höhepunkt dieser Wintersaison in Inzell.

23.1.2006

Zurück von einem Kurzbesuch in Berlin mit Stadtrundfahrt sind wir noch immer beeindruckt, was sich seit 1990 verändert hat. Wahrscheinlich müssen wir bald wieder dorthin, aber einige Tage länger. Der ganze Bus gestandener Bayern war überaus positiv beeindruckt. Vergessen die Zeit vor 50 Jahren, wo schon einmal auf die Preussn geschimpft wurde. Damals waren die verabreichten Prügel noch mehr in Erinnerung und mit der Geografie nahm man es auch nicht so genau, weil das Denken oft nur bis zur Donau reichte. In diesem Zusammenhang fällt mir der Spruch unserer aus dem Sudetenland stammenden Oma, sie hat für alle Lebenslagen immer den passenden Vers parat, ein: "Kommt der Preuss als Feind, ist es immer bös gemeint. Wenn als Freund der Preusse naht, ist es auch nicht gut dem Staat. Noch am Besten es uns frommt, wenn der Preisse gar nicht kommt." Wird wahrscheinlich aus der Zeit um Maria Theresia stammen. Jetzt aber war auf der Grünen Woche das Bemühen aller ausstellenden Länder um den Gast deutlich, Hauptsache sie kommen. Besonders gefällig waren die Präsentationen der deutschen Länder und so wird es uns dieses Jahr wieder in das Gebiet Deutschlands oberhalb Bayern verschlagen. Schön war die Heimfahrt von Berlin. Nur wenige Gebiete waren schneefrei. Beeindruckend waren aber Schneemengen und Winterlandschaft, als wir den Ortsrand von Inzell erreichten. Dabei haben wir erst letzte Woche wegen der angekündigten neuen Schneefälle weitere Dachflächen abgeschaufelt. Erst beim Wegfahren und Wiederkommen wird einem der ungewöhnlich starke Winter so richtig bewußt. Diese Woche haben wir 35 holländische Ballonfahrer in Inzell zu Gast. Bei kaltem Wetter mit strahlenden Sonnenschein und leichtem Wind hatten die Ballonfahrer sicher ihre Freude.

9.1.2006

Bilderbuchwetter mit strahlend blauem Himmel, 15 Grad Kälte in den Morgenstunden und mächtig Schnee beeindrucken in diesen Tagen. Hinter den teilweise auf über 2 m hochgefrästen Schneewänden sind die Fußgänger auf den Gehsteigen nicht mehr zu sehen. Viele Dächer wurden in den letzten Tagen abgeschaufelt oder zumindest teilweise von der Schneelast befreit. 1,20 bis 1,40 m liegen auf den Dächern. Zum verfestigten Altschnee kam in der letzten Woche das Italientief mit ungewöhnlich dichtem und schweren Schnee. Das in Inzell gemessene Gewicht erreicht 360 kg je qm, wobei die statische Grenzlast um 15 % überschritten ist. Die Reserven sind natürlich immer höher. Bad Reichenhall liegt wesentlich tiefer und hat immer viel weniger Schnee, nur dieses Mal nicht. Mit Worten nicht zu beschreiben ist dieser tragisches Vorgang. Wir beweinen die vielen toten Jugendlichen. Sicher wurden hier bei der Beurteilung der Gefahr Fehler gemacht, gilt es zur Vermeidung künftiger Fälle die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen und ich bin mir sicher, das geschieht gründlich. Ist es die Hausmeisterei, die um den Arbeitsplatz fürchten muß? Sind es Stadtverwaltung oder der Bürgermeister, die in akuter Geldnot und defizitärem Betrieb ohne massive Investitionen die Nutzung weiterhin ermöglichen wollten? Ist es in der Folge eine staatlich verordnete Schlamperei wegen der von der Bayerischen Staatsregierung drastischen Mittelkürzung, oder gar ein Fehler der Bundesregierung mit dem Ausfall der Gewerbesteuern, weil den großen Firmen die Versteuerung z.B. in der Schweiz geduldet wurde? Sind die aufgegangenen Leimfugen das Ende des Holzleimbaues? Ich will zu letzterem behaupten nein, weil er bei sachgemäßem Verbau und Wartung unschlagbar ist. Die zögerlichen Aussagen von Statikern und Sachverständigen lassen nur einen Schluß zu. Wie soll der Hausmeister, Hausbetreiber oder Bürgermeister dann die Sachlage treffend beurteilen können? Hier hilft nur eine Änderung der Bayerischen Bauordnung. Öffentliche Bauwerke müssen auch nach Fertigstellung in angemessenen Zeiträumen untersucht werden. Ich sehe hier ein Versäumnis der Politik. Zu tragisch ist der Vorgang, um ihn begreifen zu können. Zuviel hoffnungsvolle und junge Leben wurden zerstört. Das Ergebnis der Überprüfungen wirde hoffentlich ähnliche Fälle vermeiden lassen.

19.11.2005

Der Winter ist da. Heftige Schneefälle erschweren in erheblichem Maße den Verkehr. Offenbar haben gleich am Anfang einige Autofahrer die Orientierung verloren und mußten wieder flottgemacht werden. Bundesstraßen werden ab 20 Uhr nicht mehr geräumt. Fahren ist Privatsache, man muß es halt wissen. Trotzdem hat dieser Wintereinbruch nach der langen trockenen und schönen Herbstzeit seinen Reiz.

16.11.2005

Wir haben es entgegen der Erwartungen doch noch geschafft. Stunden vor dem ersten Schnee konnten wir die neuen 3 Parkplätze heute fertig stellen. Mit der größeren Tiefe von fast 6 m haben jetzt die Autos mehr Platz. Die zwei kleinen Parkplätze werden dafür begrünt, wenn die frostigen Zeiten vorbei sind. Viele Wochen mit schönem Wetter und ohne Niederschlag liegen hinter uns. Wenn jetzt Winter wird, sollten wir uns auch freuen. Schließlich soll der Weltcup Mitte Dezember 2005 im Eisscnelllauf eine ansprechende Kulisse haben.

17.10.2005

Freiluftweltrekord über 1.500 m in 1:57:21 eigentlich noch vor Saisonbeginn durch Anni Friesinger. Vielversprechend war dieser Auftakt bei optimalem Wetter in Inzell. Frühform oder Durchstarten bis zum Saisonende? Anni hat jedenfalls gezeigt, daß sie dabei ist. Gunda Niemann wird es vielleicht auch wieder angehen. Es könnte eine starke Saison werden. Seit einiger Zeit sind in den Morgenstunden wieder die internationalen Mannschaften mit den Fahrrädern unterwegs, um später auf der Eisbahn zu trainieren. Alles wie gehabt. Ein besonderer Punkt war aber gestern mit der Kirchweihfeier beim Wallnerbauer. Voll besetzt waren die vielen Bänke rund ums Haus. Besonderen Anklang fand das Heulager und die Kirchweihhutsch auf der Remiese. An eine Feier in dieser Art und Qualität kann ich mich nicht erinnern. Der Erlös kommt der Renovierung des Seitenaltars in unserer Pfarrkirche zugute. Veranstalter war die starke Truppe der Inzeller Bäuerinnen.

2.10.2005

Der September 2005 hat uns mit Ausnahme der letzten Tage für den August entschädigt. So kamen wir mit der Umgestaltung der Garten-Südseite auch recht gut voran. In Inzell wird momentan gebaut wie in Zeiten des Wirtschaftswunders. Es dürfte aber mehr Zufall sein. Der Bauhof für Winterdienst ist völlig abgerissen. Das Diakonische Werk baut nun ein Altenheim und -wohnungen drauf. Es ist eine Großbaustelle. Die Umbauarbeiten im Inzeller Badepark sind im vollen Gange, verbunden mit mächtigen Erdbewegungen. Südlich der Kirche entsteht eine Mehrfamilienwohnanlage der größeren Kategorie und nicht zu vergessen ist unsere Baustelle in der Kreuzbaumstraße, wo allerdings gebaut wird, wie vor 50 Jahren üblich. Handarbeit macht stark und bläst Sauerstoff ins Gehirn. Ob das noch hilft? Viel zu kurz sind dieses Jahr unsere Unternehmungen mit Gästen gekommen. Es war ganz anders geplant. Vielleicht haben wir 2006 dazu mehr Freiraum.

21.8.2005

Trotz bestem Siebenschläfer gibt es 2005 keinen schönen Sommer. Viel zu kalt und naß ist es in diesem August. Zwei Hochwasser trafen besonders die Gemeinden 20 - 30 km weiter westlich, während Inzell mit einem blauen Auge davon kam. Starkregen ist nun wieder für die nächsten Tage angesagt. Es ist verdrießlich, die armen Gäste. Sie tragen es mit Fassung. Klagen gabs in der letzten Zeit so gut wie keine. Auch wenn das Wetter manchmal unsicher war, kam es zu erstaunlichen Unternehmungen. Nach Inzell fahren eben aktive und fröhliche Gäste. Ob beheizt oder nicht, spielt dieses Jahr für das Freibad keine große Rolle. Die Tage beginnen die Umbauarbeiten zu einem Natur- und Waldbad. Erheblich vergrößert wird die Wasserfläche, Flachzonen sollen für eine rasche Aufwärmung sorgen und nach anfänglichen Vorbehalten könnte sich dieser Umbau vorteilhaft erweisen und gut angenommen werden. Das übliche und dichtgedrängte Programm findet in Inzell wie jedes Jahr statt, weshalb ich mir den Hinweis auf die einzelnen Veranstaltungen sparte. Sie können unter dem Link Veranstaltungen laufend aktualisiert abgerufen werden. Um den hohen Ölpreisen begegnen zu können, haben wir uns reichlich mit Brennholz eingedeckt, welches auf der Ostseite lagert. Hier herrscht wieder relavie Ordnung, während am Haus süd- und westseitig für die Gartenneugestaltung allerhand Gelände umgewühlt wurde. Wir werden eine Lösung anstreben, die vermutlich erst in 2 Jahren gefällt.

19.5.2005

Sofort ausverkauft war das Bahnangebot bei Lidl und sofort wird damit gehandelt. Dabei geht es auf dem normalen Weg billiger. Wir können Ihnen nur empfehlen: Nutzen Sie das Angebot der Bahn. Sie benötigen im Urlaub keinen eigenen Wagen. Der Regionalverkehr löst zum günstigen Preis das Transportproblem überall hin. In Inzell ist der Ortsverkehr kostenlos und der Rest ist mit Rädern leicht zu bewältigen. Vielen Gästen ist gar nicht bewußt, daß An- und Abreise mit dem eigenen Pkw. oft mehr kostet als die Ferienwohnung. Wir holen Sie natürlich auch gerne vom Bahnhof Traunstein ab. Flugreisen sind natürlich immer eine Alternative. Aber sind sie nicht grundsätzlich immer teurer? Über den Kerosinverbrauch wollen wir gar nicht sprechen.

 7.3.2005

Die Weltmeisterschaft 2005 im Eisschnellauf Einzelstrecken ist gelungen. An den 4 Tagen herrschte Orange im Eisstadion vor. Für die Inzeller galt die ganze Aufmerksamkeit den Friesingers. Anni hat alles durchlebt. Nach ihrem Sturz drohte das vorläufige Aus. Sie wurde die Siegerin dieser WM mit zweimal Silber und zweimal Gold. Sie ist bei den Holländern gleichermaßen beliebt. Besonders gefreut hat uns die Goldmedaille von Barbara de Loor über 1000 m. Dieses Gold war jetzt längst fällig und ist der Lohn für die harte Trainingsarbeit. Jan Friesinger ist unser Favorit und hat sich achtbar geschlagen. Es reichte zwar nicht zu einem Stockerlplatz, aber er gehörte zu den absoluten Spitzenläufern. Alles sagender Kommentar eines Inzeller Zuschauers: Früher ist er bei uns mitgelaufen und jetzt läuft er um die Weltmeisterschaft. Kurzweilig und spannend waren die vier Nachmittage im Stadion. Zur Unterhaltung hatten die Holländer ihre Blaskapelle mitgebracht. Mit den Zusatztribünen auf der Gegengerade war das weite Rund geschlossen. Phantastisch, wie die Holländer für Stimmung sorgten, eigene Leute natürlich besonders anfeuerten, gute Leistungen allgemein belohnten, aber auch hart mit ständig Fehlstarts produzierenden Startern umgingen. Dabei blieben sie immer friedlich, selbst wenn die im Lauf des Nachmittags aufkommende Kälte mit zuviel Gegenmittel bekämpft wurde. Es sind gute Sänger und haben die meist stummen Deutschen bei ihrer Nationalhymne kräftig unterstützt. Ich denke, für viele Holländer ist Inzell längst zweite Heimat geworden. Noch ein Wort zur Organisation: Der hohe Arbeitsaufwand wurde ruhig und im Hintergrund perfekt bewältigt. Freiluftrekorde sind der Beweis für wieder hervorragende Eisqualität. Unterkunft und Verpflegung zum günstigen Preis waren auch kein Problem. Es stimmte bei dieser Weltmeisterschaft einfach alles, selbst die Wetterverhältnisse ließen eine Halle nicht vermissen. Diese WM war die beste Empfehlung für die nächste Großveranstaltung.

25.2.2005

Das Dorf bereitet sich auf die Eisschnellauf-Weltmeisterschaft Einzelstrecken 2005 vor. Überwiegend Schneefräsen sind bei der Schneehöhe von über 100 cm gefragt, um die nötigen Parkplätze zu schaffen. Das Organisationsteam bereitet natürlich den Ablauf im Stadion vor. Ein bereits stehendes Bierzelt wird noch die geringsten Probleme bereitet haben. Der Winter hat uns noch fest im Griff. Am Beginn der WM wird es heißen: Es ist gerichtet.

17.2.2005

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Nach dem sehr gut besuchten Eisspeedway-Rennen haben viele Urlauber besonders aus dem Norden Deutschlands noch ihren Urlaub drangehängt. Winterurlaub ist eigentlich viel schöner als Sommerurlaub, bekam ich von einem freundlichen Mann aus Ostfriesland zu hören, während mir die Arme vom vielen Schnee schaufeln schon runterhingen. So viel Schnee hatten wir lange nicht mehr. Die größeren Straßen haben senkrechte Mauern von der Großschneefräse. Nebenstraßen wie Kreuzbaumstraße und Bauhofstraße sind nur noch einspurig zu befahren. Dabei türmen sich die aufgeschaufelten Schneeberge an den Hauseinfahrten 3,50 m bis 4,00 m hoch. Toll sieht es aus, langsam wird es aber zu viel. In einer Woche findet in Inzell die Eisschnellauf-WM Einzelstrecken statt. Es werden viele Holländer erwartet. Das Dorf wird voll werden. Feiern mit einem starken Anteil Holländer ist gut und lustig. Natürlich sind viele andere Nationen auch vertreten, orange wird aber das Bild beherrschen.

7.2.2005

Inzell-Tage: Anni ist jetzt auch und wieder Weltmeisterin in Moskau geworden. Alle Strecken hat sie gewonnen, sogar die 5000 m vor Pechstein. So gut war sie noch nie. Gratulation! Die enormen Schneefälle der letzten Woche und das jetzige beständige Hoch mit strahlendem Sonnenschein geben ein außergewöhnlich gutes Bild am Faschingsfinale. Viele Langläufer sind unterwegs, Die extra gewalzte Schlittenbahn am Reither-Berg ist immer gefragt und die Tage hat das Fernsehen vom Schürzbichl-Lift über die Neuerungen bei der Sportartikelmesse berichtet. Ski und Rodel bestens, Eisschnellauf absolut Spitze. Inzell wird genannt und den Gesichtern der Gäste und Einheimischen ist es abzulesen, es gefällt uns sehr.

11.1.2005

Recht ungewöhnlich für diese Zeit, aber wir haben viel zu wenig Schnee. Auf der Sonnenseite im Tal ist es praktisch Null, auch auf den Bergen ist es zu wenig. Die warmen Winde haben einfach alles weggeblasen. Für die nächsten Tage ist Schneefall angesagt. Der Biathloncup in Ruhpolding findet jetzt in den nächsten Tagen statt. Anni Friesinger hat in Holland wieder die Vierkampf-EM gewonnen. Alles fast schon normal bei dieser Ausnahmesportlerin, aber man sollte in Ruhe nachdenken: Das ist ganz einfach supergut.

2.1.2005

www.mayerbautz.de ist jetzt unsere neue Internetadresse. Offen für jeden technischen Fortschritt, aber mit der Überzeugung, das Alte und Bewährte zu lassen, zwingt uns der Provider zur Änderung unserer Stammadresse. Positiv ist bestimmt die neue kurze URL. Öfters vorbeischauende Freunde werden unsere Seiten mit der alten Abspeicherung nicht mehr finden. Angaben auf Briefköpfen, Werbematerial und Suchmaschinen müssen geändert werden. Unvorstellbar, und wahrscheinlich ist es schon zu spät, bis alles wieder im Lot ist. Ein gutes Neues Jahr und vielleicht klappt es doch mit der neuen Internetanschrift.